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Die Verantwortlichen der AUTOMATICA haben sich daher entschlossen, die Stärken der ganzheitlichen Automatisierungsmesse noch mehr als schon 2010 in die Dienste der automatisierten Composite Produktion zu stellen
Der Umsatzverlauf der Leichtbauteile zeigt schon jetzt steil nach oben. Mit ihrer automatisierten Herstellung werden die Composite-Teile endgültig zum Höhenflug ansetzen. Daher hat die AUTOMATICA 2012 (22. bis 25. Mai) das Thema „Automatisierte Composite Produktion" zu einem ihrer Top-Themen erklärt. Mit einer vielschichtigen Aktion trägt die internationale Fachmesse für Automation und Mechatronik dazu bei, die Herausforderung einer automatisierten Fertigung von Leichtbauteilen zu meistern.
Die Verantwortlichen der AUTOMATICA haben sich daher entschlossen, die Stärken der ganzheitlichen Automatisierungsmesse noch mehr als schon 2010 in die Dienste der automatisierten Composite Produktion zu stellen
Automatisierte Composite Produktion: Sonderschau, Kongress und Messe-Forum

Leichtbau ist ein Top-Thema der AUTOMATICA 2012

Faserverbundwerkstoffe gehören zu den Materialien der Zukunft. Die Composites sind durch ihr geringes Gewicht und ihre enorme Belastbarkeit nicht nur in der Luft- und Raumfahrt begehrt. Ebenso setzen die Automobilindustrie, der Maschinen- und Anlagenbau sowie die Windenergietechnik hohe Erwartungen in diese Werkstoffe. Daher soll sich das Umsatzvolumen von Faserverbundwerkstoffen – hauptsächlich Carbonfaser verstärkte Kunststoffe (CFK) – bis 2015 auf 14 Milliarden Euro verdoppeln.

Größtes Manko: Sie müssen noch immer weitgehend manuell gefertigt werden. In der Luft- und Raumfahrtindustrie sowie im Rennsport, wo CFK-Bauteile nur in Kleinserien benötigt werden, spielt die teure Produktionsweise nur eine untergeordnete Rolle. Anders, wenn Composite-Teile in Großserie benötigt werden. Gerade für kommende Elektrofahrzeuge sind Leichtbauteile von großer Bedeutung – sie sind aber nur bezahlbar, wenn sie automatisiert hergestellt und montiert werden können.

Sonderschau zeigt alle Facetten

Die Verantwortlichen der AUTOMATICA haben sich daher entschlossen, die Stärken der ganzheitlichen Automatisierungsmesse in die Dienste der automatisierten Composite Produktion zu stellen. Das Thema soll mit dem Know-how aus den Bereichen Montage- und Handhabungstechnik, Robotik sowie Industrielle Bildverarbeitung dargestellt werden.

Projektleiter Armin Wittmann erklärt: „Die AUTOMATICA 2012 stellt mit der neuen Sonderschau „Automated Composite Production" Automatisierungskonzepte entlang der Prozesskette vor. Sie bietet Plattformen für den Austausch der Experten untereinander sowie mit Entscheidern und Produktionsverantwortlichen aus den Anwenderindustrien. Denn der Wissenstransfer zwischen Ausrüster, Automatisierer und Anwender ist ein zentraler Aspekt für die schnelle Marktverbreitung von Composite-Bauteilen."

Um die aktuellen Trends bei der automatisierten Composite Produktion umfassend abzubilden, hat die AUTOMATICA ein mehrteiliges Maßnahmen-Paket geschnürt. Wittmann: „Zu den Highlights zählt beispielsweise die ‚Automated Composite Production Innovation Area‘, wo wir in Kooperation mit Forschungsinstituten automatisierte Faserverbund-Fertigungslösungen im Live-Betrieb zeigen." Er ist überzeugt, dass der neue Ausstellungsbereich zum Anziehungsmagneten für Aussteller und Besucher wird.

Das erwartet auch Prof. Dr.-Ing. Klaus Drechsler, Leiter des Lehrstuhls für Carbon Composites an der TU München: „Die aktuellen Entwicklungen zeigen, dass ausgereifte Robotik-, Handling- und Montage-Konzepte aus anderen Branchen durchaus auf die Bedürfnisse der Composite-Industrie übertragen werden können. Auf der AUTOMATICA erhält unsere Branche wichtige Impulse für neue Automatisierungslösungen."

Dabei spielt der Informationsaustausch zwischen Experten eine dominierende Rolle. Daher findet messebegleitend erneut ein Fachkongress der SAMPE (Society for the Advancement of Material and Process Engineering) unter der Leitung von Professor Drechsler zu diesem Themenbereich statt.

Darüber hinaus richtet die AUTOMATICA im Rahmen der Sonderschau mit der „Composite Technology Lounge" eine Plattform ein, wo sich Experten und Interessenten austauschen bzw. über die neuesten Trends und Aktivitäten informieren können.

Auch auf dem von der Konradin Mediengruppe ausgerichteten Automatica Forum wird das Thema Leichtbau einen besonderen Raum einnehmen. So berichten insbesondere am Mittwoch, dem 23. Mai 2012, Anwender aus Luftfahrt und Automobilindustrie über ihre Erfahrungen und Pläne.

Die Herausforderungen einer solchen automatisierten Composite-Bauteil-Fertigung sind jedoch vielschichtig. Denn die Automatisierung betrifft das flexible Flechten oder Stricken von Formteilen, das Zuschneiden der Gewebe oder Verbundplatten, das Einlegen, Pressen und Entnehmen der Teile, die Verbundtechnologien (Laminieren, Injektion, Vakuumtiefziehen, Kleben) sowie das Handling zwischen den Verarbeitungszentren und die Montage der Bauteile. Außerdem werden industrielle Online-Qualitätssicherungsverfahren benötigt.

Zahlreiche Maschinen- und Anlagenbauer rüsten sich, diesen zentralen Zukunftsmarkt zu besetzen und Anlagen für die automatisierte Fertigung von Composite-Bauteilen zu entwickeln. Die technologischen Ansätze kommen aus unterschiedlichen Branchen wie der Textilmaschinenindustrie oder der Metall- und Kunststoffverarbeitung. Doch komplette, industrietaugliche Konzepte sind noch Mangelware.

www.automatica-muenchen.com

02.11.2011


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